Ideen machen.
Konzeption & Layout





Cover-Design [Design], © Andreas Voß, 3. Semester | http://www.andreasvoss.blogspot.com/
Wie wünsche ich mir eine Designerin, einen Designer?
Begeisterungsfähig, neugierig, kreativ, kritisch und verantwortungsbewusst.
Er muss ein denkender Mensch sein, die richtigen Fragen stellen. Er muss andererseits träumen können, spinnen, Visionen entwickeln.
Der Dialog gibt ihm die Möglichkeit zu reflektieren, hilft die eigene Arbeit in Frage zu stellen. Die Präsentation zwingt ihn, seine Arbeitsschritte zu dokumentieren und den eigenen Standpunkt zu argumentieren. Für das Studium bedeutet dies: Freiräume bereitstellen, Kooperationen suchen, Teamarbeit fördern und die Arbeit auch öffentlich präsentieren.




Cover-Design [Wirtschaft, Mode, Musik], © Andreas Voß, 3. Semester
Gestalterisch Sehen
… ist die erste Voraussetzung, der die Entdeckung grundlegender visueller Erfahrungen wie Figur und Grund, Schwerkraft, Richtung, Licht, Räumlichkeit/Ebenen, Symmetrie, senkrecht/waagerecht, optische Mitte, Ordnung, Synthese, sowie wichtiger Gestaltgesetze wie das Gesetz der Nähe, der Ähnlichkeit, der Geschlossenheit, der guten Form und der guten Fortsetzung folgen. Die Wirkung kann in einfachen Anwendungen erprobt werden. Dabei werden die grundlegenden Gestaltungselemente Linie, Fläche, Schrift, Bild und Schmuck eingeführt.
Im übertragenen Sinn bedeutet es die erweiterte, von gängigen Assoziations- und Wertemustern freie Sicht auf unsere Lebenswelt.
Design ist strategische Konzeption für Gestaltung
Es muss informieren und motivieren. Zuviel Information hilft bei Orientierungslosigkeit nicht weiter. Die Frage lautet also: Wie viel Information muss ich weglassen um zu vermitteln worauf es ankommt? – Damit der tatsächliche Sinn/Inhalt meiner Nachricht prägnant wird. Motivierend wirkt Design, wenn es einen Eindruck hinterlässt, also unmittelbar wahrgenommen und im Sinne des Absenders gewertet wird. Vorbilder und eigene Arbeiten werden kritisch analysiert und bewertet. Dies führt zu zielgerichteter Auswahl und Einsatz der Mittel.
Der Eindruck entsteht aus Wahrnehmung und Wertung durch den Betrachter. Folgt man den Konventionen gibt diese Vertrautheit dem Betrachter Sicherheit. Diese Sicherheit führt zu einem eher außerbewussten Registrieren. Ein bleibender Eindruck entsteht oft durch den »zweiten Blick« – provoziert durch eine gekonnt dosierte Diskrepanz, eine kleine Irritation. Diese kann zum Beispiel durch das Spiel mit den visuellen Erfahrungen oder die Anwendung konzeptioneller Mittel, wie unter anderen Übertreibung, Perspektivwechsel, Provokation oder Ironie erfolgen. Trainiert wird in kurzen Intervallen mit überschaubaren, überraschenden Aufgabenstellungen.

Anzeige, Motiv: Strumpfhosen, © Mara Albracht, Amke Kramer, Sarah Uklei, 3. Semester
Die Darstellung einer Idee ist immer auch Herstellung
Die Kenntnis der Möglichkeiten und Grenzen der Realisation ermöglicht erst einen mediengerechten Entwurf. Denn am Ende dient der gesamte gestalterische Prozess doch dazu, nach allen Schwierigkeiten, Umwegen und Höhenflügen, ein neues Faktum der Welt der Fakten hinzuzufügen. Und dieses Faktum trägt die unverwechselbare Handschrift seines Gestalters.
Die/der Studierende hat wahrscheinlich nicht immer die Möglichkeit das von ihm entworfene Produkt/Medium irgendwann auch in Händen zu halten. Es sei denn, er stellt selbst ein Modell her, oder er sucht die Kooperation mit einer Institution oder einem Partner aus der Wirtschaft.
Kreativität und Innovation
Innovationen entstehen, wenn sich neue Lösungen in ihrem Umfeld bewähren.
Innovation ist zu einem entscheidenden Faktor, nicht nur in der Produktion von Gütern, sondern in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen geworden. Kreatives Denken und kreative Strategien sind die Grundlage für Innovationen. »Design-Denken« ist prozess- und anwendungsorientierte Kreativität. Es baut auf der Analyse und – unter Umständen vorläufigen – Definition eines Zieles auf und macht sich intuitive, systematische und heuristische Verfahren zunutze. Diese dienen zur Abstraktion und Umstrukturierung von Gelerntem mit dem Ziel, neue bisher unbekannte Lösungen zu generieren. Dieser Prozess verläuft selten linear.
Aufgrund ihrer Kompetenz können Designerinnen und Designer wertvolle Partner in interdisziplinären Teams in unterschiedlichen Bereichen werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch die Fähigkeit sich und anderen die besonderen Eigenschaften dieses Prozesses zu erklären. Gezielte Angebote, die den »Blick über den Tellerrand« ermöglichen und Themenstellungen, die auch zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Phänomenen anregen sollen hier Katalysator sein.

Anzeige, Motiv: Strumpfhosen, © Gesa Dethlefs, Markus Gössling, Katrin Modrzik, Nina Vogel, Lena Zohren, 3. Semester
Gut ist das Gegenteil von gut gemeint
entdecken, sensibilisieren, erfahren, vergleichen
Gutes Design ist einfach
analysieren, bewerten, strukturieren
Der zweite Blick
Trainieren
Hand-werk
üben, vertiefen, experimentieren
Augenmensch
reflektieren, dokumentieren, argumentieren